Weihnachten steht vor der Tür

Wir geben Geschenk-Tipps – Datenschutz inklusive

Bild von kalhh auf Pixabay; Tastatur

Es ist nun tatsächlich nicht mehr weit bis zum Geschenkmarathon des Jahres 2022. Wir haben ein paar Vorschläge gesammelt, wie Datenschutz-taugliche Geschenke aussehen könnten.

Wenn die zu Beschenkenden viel unterwegs sind…

…und nicht möchten, dass Sitznachbar*innen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Konferenzteilnehmer*innen am Sessel daneben, Familienmitglieder beim Homeoffice, ihnen allzu interessiert über die Schulter schauen, ist eine Display-Sichtschutzfolie das passende Geschenk. Sie verspiegelt den Bildschirm des Geräts –  wahlweise in gold, silber oder metallicblau – sodass nur die Person direkt vor dem Schirm darauf lesen kann. Erhältlich sind diese praktischen Schutzvorrichtungen, auch Anti-Spy-Folien genannt ab etwa 30 Euro in den üblichen Fachgeschäften.

Wenn die zu Beschenkenden ihre mobilen Geräte sicher aufladen möchten…

pixabay, bearbeitet von Vera Erlachner

…ohne, dass beim Ladevorgang Daten abgesaugt oder aufgespielt werden, ist der Portalpow USB charger das richtige Geschenk. Damit wird jeder Datentransfer unterbunden und es fließt ausschließlich Strom zwischen Steckdose und mobilem Gerät. Dieses Geschenk ist wohlfeil ab etwa sechs Euro im Fachhandel erhältlich.

Wenn die zu Beschenkenden Betriebsrät*innen sind…

…bereichter sie bestimmt ein Abo der Fachzeitschrift „Computer & Arbeit. Das bietet über das gesamte Jahr (oder auch mal nur zwei Ausgaben lang zur Probe) topaktuelle Infos rund um den betrieblichen Datenschutz. Neue Apps, neue Systeme, rechtliche Datenschutzfragen, betriebliche Praxis etc. werden analysiert und im Sinne der Beschäftigten beleuchtet, um so die schlimmsten Privatsphäreverletzungen am Arbeitsplatz abzuwehren. Es handelt sich um ein Produkt aus dem deutschen Bund Verlag, weshalb man in Kauf nehmen muss, dass ausschließlich deutsche Rechtslage beschrieben wird.

Wenn die zu Beschenkenden gerne Krimis lesen…

…können sie die „Jagd im Wiener Netz“ (von Barbara Wimmer) aufnehmen. Die Geschichte rundum eine Investigativ-Journalistin, die eher zufällig in zwei Morde verwickelt wird und aufgrund ihrer Recherchen aber ihrem eigenen nur knapp entrinnt, könnte die langen Winterabende verkürzen. Die Opfer haben scheinbar nichts miteinander zu tun, außer dass sie mit einem Zettel, versehen mit einem X und einer Zahl aufgefunden werden, den ihnen jemand posthum in die Hand gedrückt hat. Die Fäden zieht offenbar ein Auftragskiller, der in Shenzhen sitzt und der seinen Auftraggeber gut abschirmt. Das schafft er aber nur solange sich Stefanie, die Journalistin, und ihr Freund Paul, der IT-Experte, nicht für die Sache zu interessieren beginnen. Lokalkolorit aus dem Dehnepark am Rande Wiens und dem Attersee sind mit dabei. Ebenso wie technische „Errungenschaften“, die uns aus dem Alltag und den Medien bekannt sind und die insgesamt eine nicht unwesentliche Rolle im gesamten Buch spielen; ein System, das automatisch Entscheidungen zur Kreditvergabe trifft; ein Marketing-Tool, das genau weiß, welche „Vitalkapseln“ jemandem einzureden sind; ein Programm, das Arbeitslose ratet; eine online Video- und Melkanlage, die sich nur mehr sehr kostspielig warten lässt; und nicht zuletzt ein System, das auf den Klickrates im online-Journalismus und noch einigen anderen undurchsichtigen Kriterien basierend Kündigungen ausspricht. Irreleitend in dem Plot ist eigentlich nur der Titel, weil die Handlung mit dem Stromanbieter gleichen Namens nichts zu tun hat. Eine Geschichte im klassischen Zopfmuster gestrickt, garniert mit viel Bekanntem aus der überwachten Lebenswelt. (Bester Bestellort: Fachbuchhandlung des ÖGB Verlag.)

Wenn die zu Beschenkenden Kinder sind…

…gibt es besonders buntes, faszinierend glitzerndes, automatisch sprechendes, also „intelligentes“ Spielzeug, das mitunter heimlich Bild und Ton aufnimmt und bisweilen direkt aus dem Kinderzimmer zu den Eltern oder den Herstellern weiterleitet. Abgesehen davon, dass diese Spielzeuge verboten sein können, bleibt dazu nur eines zu sagen: Finger weg!

Roboterbild

Stattendessen könnte man den Kleinen auch die Welt der Robotik näher bringen: Mit dem Chipz Roboterbausatz der Firma Cosmos zum selber bauen und programmieren, können Kinder ab acht Jahren in diese Welt eintauchen. Er besitzt Motoren, einen Infrarot-Sensor und kann sich damit fortbewegen und erkennt Hindernisse. Ein tolles Geschenk für den technik-affinen Nachwuchs.

Wessen Kinder (ab fünf Jahren) ständig Fragen „Warum? Warum? Warum?“ dem würden wir eher das Osmo Coding Family Spiel ans Herz legen: Spielerisch können die Kleinen mit Hilfe von analogen Bausteinen erste Programmiererfahrung sammeln und direkt erfahren, warum die Spielfiguren was machen!

Welche Weihnachtsgeschenke auch immer unterm Baum liegen, wir wünschen euch allen schöne, gesunde, ruhige Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Euer Arbeit & Technik-Team

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